Ausgehend von der Frau als Gebärende, wird mit den Figurinen eine Bildsprache zur Annäherung an das prozesshafte Innere entwickelt. Es fällt schwer, sich den dazu entstandenen Collagen zu entziehen, folgt doch das schmale Hochformat der Bilder der Körperform des Motivs und erlaubt dem Auge des Betrachters kein Ausweichen nach links oder rechts, sondern erzwingt eine unmittelbare Konfrontation. Das Bildprinzip der strikten Frontalität bedeutet einerseits Statik, andererseits findet sich selbst in solchen relativ festen Konstellationen der Ausdruck von Spannung und Bewegung. Verschiedene übereinander liegende Papierschichten schaffen verletzliche Transparenz. Einfallendes Licht wird von verschiedenen Schichten reflektiert. Aus einer Art innerer Spiegelung erwächst die Helligkeit der zarten Farbtöne. Auch betonen rissige Farbpigmente den fragilen Charakter und tragen zur Entmaterialisierung von Form und Farbe bei. Im Kontrast hierzu stehen die Collagen in denen ein kräftiges blutiges Rot den Verlust der Leibesfrucht thematisiert.

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