Es geht in der Wiedergabe um die realistische Darstellung der Farben und mehr noch um die Auseinandersetzung mit der prallen Form. Die Knospe, kurz vor dem Öffnen ihrer Blüte, ist zum Bersten gespannt, sie wirkt wie aufgebläht. Diese Spannung sollte deutlich werden. Sobald die äußere Form der Blütensäule sich öffnet, wird das Innere sichtbar…
Am Ende spüre ich Widerstand gegen die Bildaufteilung: drei Lilienblüten waagerecht auf dem großformatigen Blatt. Es wird zerschnitten, die entstandenen Einzelblätter gewendet – so entstehen lang gestreckte, schmale, emporgereckte Pflanzengebilde, figurenähnlich, aufgebläht, schwanger – „Schwangere Lilien“.
